Bauer ist bester Blitzer

AutorLion Pfeufer berichtet:

Oberfranke gewinnt Osterblitz

Dieter Bauer vom SC Pegnitz-Creussen siegt mit 13 Punkten

31 Schachspieler fanden sich am 9. April im Breitenfelder Alpenhof zum Osterblitz ein. Unter der stimm- und wortgewaltigen Moderation von Burkhard Atze fanden 15 spannende Runden statt.

Wie jedes Jahr nutzte der SV Markneukirchen die freien Tage über Ostern, um sein traditionsreiches Blitzturnier zu veranstalten. Seit dem vergangenen Jahr wird im Breitenfelder Alpenhof gespielt, der mit gemütlicher Atmosphäre und flotter Bewirtung aufwartete. Bevor es los ging, stärkten sich einige Schachfreunde mit Karlsbader Schnitten, einem guten Bier oder anderen Schmankerln, um auch konditionell durchzuhalten.
Kurz nach 19:00 Uhr fanden sich die letzten Nachzügler ein und das Turnier konnte beginnen. Nun fiel der Startschuss zu 15 hart umkämpften Runden. Schon nach den ersten Runden fanden sich immer wieder die Kiebitze an den vorderen Brettern ein, um die dortigen Schlagabtausche und taktischen Scharmützel zu begutachten. Alsbald begannen sich auch schon Favoriten für die ersten Plätze abzuzeichnen. Immer vorne dabei war der Pegnitzer Schachfreund Bauer, der dieses Jahr seine Premiere beim Osterblitz bestritt. Frank Bicker vom VSC Plauen, der seine drei Vereinskameraden Stefan Merkel, Siegfried Kadner und Günther Neugebauer als Verstärkung mitgebracht hatte, spielte auch munter vorne mit. Der SK König Plauen trat diesmal nur mit drei Spielern an. Andreas Götz und Lion Pfeufer, gefolgt von Steffen Bork, konnten immer wieder ins Spitzenfeld vorstoßen. Dem Wilkauer Zweiergespann, repräsentiert von Uwe und Robert Schuffenhauer, gelang es ebenso Akzente zu setzen. Der SG Waldkirchen und der Schachverein Klingenthal waren auch vertreten.
Ungefähr zwei Drittel des Teilnehmerfeldes wurde vom SV Markneukirchen besetzt. Hier mischten Claus-Peter Franke, Frank Weller und Burkhard Atze vorne mit. Die Frauenquote war vergleichsweise gering. Elke Hartl und Ute Sadewasser gelang es dennoch immer wieder mit frechem Spiel die männliche Konkurrenz ins Schwitzen zu bringen.
Die Pause, welche nach der 8. Runde angesetzt war, wurde genutzt um zu fortgeschrittener Stunde sich zu sammeln und bei gutem Essen über die eine oder andere Partie zu philosophieren. Frank Bicker erzählte von seinen Erfahrungen bei einem Dresdner Blitz-Marathon welcher einen ganzen Tag dauerte und überall wurden schachliche Anekdoten zum Besten gegeben. Kurz darauf rief Burkhard Atze die neunte Runde aus und mit großem Elan ging es wieder an die Bretter.
Inzwischen hatten sich Dieter Bauer, Frank Bicker und Uwe Schuffenhauer an die Spitze abgesetzt, aber in sieben Runden konnte noch Einiges passieren – so die Hoffnung der dicht auffolgenden Konkurrenten. Enttäuscht wurden die Konkurrenz von Dieter Bauer, der sich an die Spitze absetzte. Andreas Götz gelang es nach zwischenzeitlicher Flaute wieder flott aufzuspielen und sich in den vorderen Rängen zu positionieren. Frank Bicker lies sich ebenso wenig die Butter vom Brot nehmen und hatte einen der vorderen Plätze immer im Blick.
Die Überraschung des Abends, welche sich nach der Pause klar abzeichnete, war Dieter Bauer vom SC Pegnitz-Creus. Er konnte seine Premiere beim Markneukirchener Osterblitz mit einem ersten Platz krönen. Mit 1,5 Punkten hatte er sich einen guten Vorsprung erarbeitet. Auf dem zweiten Platz landete Andreas Götz vom SK König Plauen mit 11,5 Punkten. Den dritten Platz belegte Frank Bicker vom VSC Plauen 1952. Er hatte genau wie Andreas Götz 11.5 Punkte, landetet aber durch einen halben Buchholzpunkt weniger auf dem dritten Platz. Bester Spieler des Ausrichters und bester Senior war Claus-Peter Franke, welcher mit zehn Punkten den vierten Platz belegte. Den Preis für den besten Spieler mit einer DWZ unter 1700 nahm Robert Schuffenhauer mit nach Wilkau-Haßlau. Die Siegerehrung fand kurz nach 23:00 Uhr statt. Beim Anblick der vielen Sachpreise wurden alle Teilnehmer trotz der späten Stunde, wieder munter. Vom Roman bis zum Bierfass, welches den studentischen Teilnehmern ein freudiges Glitzern in die Augen trieb, war für Jeden etwas dabei. Halb Zwölf war das gelungene Blitzturnier vorbei und die Schachfreunde traten, in freudiger Erwartung des nächsten Osterblitzes, die Heimreise an.

Lion Pfeufer

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