Obervogtlandmeisterschaft 2007/08

13 Unentwegte trotzen allen Widrigkeiten

U. RehmWir haben keine Ahnung, was in diesem Jahr vorgeht in der obervogtländischen Schachwelt. Nach dem großen Erfolg der Vorjahresserie verkehrt sich diesmal alles ins Gegenteil. Rechtfertigungen gab es wohl genug, um in diesem Jahr vom Turnier fernzubleiben. Ob es bei ihm Grund oder Gründchen war, darf sich an dieser Stelle jeder selbst fragen.


Trotz des Wissens, dass die Teilnehmerzahl in diesem Jahr einen gewissen Tiefstand erreichen würde, traten 13 Unentwegte zum Wettstreit um den höchsten obervogtländischen Schachtitel an. Bis auf Bösenbrunn schaffte es jeder Verein, mindestens einen Vertreter zu schicken. Gerhard Rehbein ließ es sich nicht nehmen, aus Plauen anzureisen. Er hat bisher, so glaube ich, noch nie gefehlt. Auch der Titelträger vom vorigen Jahr, Ulrich Rehm aus Treuen, bot uns die Revanche an.

Bei einem 5-rundigen Turnier kann es leicht passieren, dass der Erstplatzierte nicht gegen den Zweiten gekämpft hat und der Sieg zu guter letzt nicht 100%ig ausgespielt ist. Das liegt wohl im Verhältnis zwischen Teilnehmer- und Rundenzahl begründet. Um dem aus dem Weg zu gehen, unterbreiteten wir zur Auslosung den Vorschlag, gleich die Favoriten gegeneinander anzusetzen. Dies wurde angenommen.

In der ersten Runde konnte sich Ulrich Rehm gegen Gerhard Rehbein durchsetzen. Eine Partie, in der sich die Kiebitze nie einig geworden sind, wer den Vorteil auf seiner Seite hat. Steffen Pötzsch und Matthias Schubert einigten sich friedlich. Der Königsangriff Burkhards in der Partie Atze – Weller konnte sich nicht durchsetzen, wobei unter Zeitnot auch noch der Rest auf Burkhards Seite zusammenbrach.

Nach der Pause war es an Michael Straube, den gegenwärtigen Titelträger auf Herz und Nieren zu prüfen. Ein Qualitätsopfer gegen einen Bauern und einen schönen Königsangriff vom beherzt aufspielenden Michael war vielleicht etwas überhastet und noch nicht genug vorbereitet, brachte aber in der Fortsetzung eine remislich aussehende Endspielstellung ein. Die Feinheiten im Spiel von Ulrich Rehm und die Zeitnot ließen aber schließlich Zugzwangsituationen entstehen, wo sich die Qualität durchsetzen konnte. Eine wilde Partie zwischen Steffen und Gerhard konnte der Markneukirchner für sich entscheiden. In meiner Partie gegen Elke war mein Mehrbauer und die bessere Zeit ausschlaggebend.

Ein schwarzer Tag für Burkhard, unterlag er doch auch in seiner 2. Partie. Gegen Matthias, der gegenwärtig in einem Leistungshoch regelrecht festklemmt, war kein Kraut gewachsen.

Für Burkhard und Gerhard sind die guten Platzierungen in weite Ferne gerückt. Die Herren Pötzsch, Vogel, Neubert und Schubert liegen auf Lauer. Zwei Spieler haben noch eine weiße Weste und dürfen sich auf die Ansetzung gegeneinander freuen.

Diese findet am Sonntag, dem 26. Januar, um 9:00 Uhr wieder im Gasthof Wohlhausen statt.

Frank Weller

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Ein Gedanke zu „Obervogtlandmeisterschaft 2007/08“

  1. Hallo Frank,

    herzlich willkommen im Team von vogtland-schach.de. Schöner Artikel, schade dass (damit 😉 ) nicht mehr Schachfreunde den Weg nach Wohlhausen gefunden haben.

    Ich halte dir die Daumen für das Turnier.

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